Auf der Stang

Auf der Stang (1716 m) und Größenberg (1454 m)

Meine erste Schitour im neuen Jahr ist durch Siegbalds Zellers Buch „BergErleben Eisenerzer Alpen, Hochschwab“ inspiriert. Gut angeleitet wage ich mich alleine auf die Hohe Stang. Sonst bin ich ja der Meinung, dass es nicht sehr gescheit ist, Schitouren alleine zu gehen. Wenn es sich aber nicht vermeiden lässt, suche ich mir Touren, die nicht allzuschwer sind und evtl. andere Schitourengeher in Rufweite unterwegs sind. Auch auf Handyempfang achte ich.

Vom Parkplatz in der Galleiten geht es die ersten Aufstiegsmeter auf der Forststraße entlang. Die Forststraße ist richtiggehend festgetreten und festgefahren. Viele Schitourengeher wollen zur Schafferalm und dem Hochtörl, wenige wollen zur Tullingeralm und Hohen Lins.

Die Wetterprognose ist nicht gut aber auch nicht schlecht. Solange der Wind nicht zu stark weht ist es schon zufriedenstellend. Schneefall oder Kälte lassen sich aushalten.

Im Stadlergraben bleibe ich auf der Forststraße bis ich dann endlich ins Gelände abbiegen kann und fast in direkter Linie zum Grat weitergehe.

Törlstein (Höchstein),  Stadelstein (2070 m) und Schwarzenstein (1953 m) beobachten meine Bemühungen.

Wenn ich mich umdrehe, sehe ich den Kaiserschildstock (2105 m) samt der Donnersalpe (1539 m) im Vordergrund.

Zwischen meinem Standpunkt und dem Pfaffenstein steht der völlig gerodete Größenberg.

Wildfeld (2043 m), Stadelstein (2070 m) und Schwarzenstein (1953 m) im Zoom. Nach allzuviel Schnee schaut’s im üblichen Zustiegsbereich nicht aus.

Das letzte Stück durch den Wald ist schon sehr steil. Aber da es hier nicht so abgeblasen ist wie auf dem Reichensteinhauptkamm, liegt ausreichend Schnee.

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Nicht mehr weit vom höchsten Punkt habe ich das Gefühl fast auf Augenhöhe mit der Reichensteinhütte zu sein.

Einer Schlange gleich, windet sich die Spur den Sattel zur Hohen Lins entlang, aufwärts.

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Endlich befinde ich mit auf dem Grat und dieser wird immer schmaler.

Obwohl ich noch das Gefühl habe im „geschützen“ Bereich zu sein befinde ich mich schon in hochalpinen Gelände. Im Westen der Eisenerzer Reichenstein (2165), Vor mir Hocheller und die Hohe Lins (2028 m) und östlich der Stadelstein mit seinen Trabanten.

Meinen Plan, eventuell über die Hänge zur Tullingeralm abzufahren, lasse ich nach in Augenscheinnahme des Hanges fallen. Stellenweise sicher 35 Grad steil und viel Schnee.

Immerhin ist die Stang um 300 Meter niedriger als die Hohe Lins. Von diesem Standpunkt aus sieht es aber nicht so aus.

Am Gipfel der Hohen Stang kann ich vor mit die Gipfekassette mit dem Gipfelbuch erkennen. Es ist sehr schmal am Grat und zur Hohen Lins wäre es noch ein schönes Stück zu gehen.

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Nochmals der Stadelstein und links im Bild ist auch der interessante Törlstein (1860 m) zu sehen.

Der Zustieg zur Hohen Lins kann ich zwei Schitourengeher im Aufstieg erkennen.

Der Himmel reißt richtiggehend auf und blauer Himmel zeigt sich.

Links der Lugauer (2217 m), im Hintergrund der Buchstein (2224 m), vor dem Lugauer sieht man den Halskogel (1624 m) und dann natürlich Hochkogel (2105 m) Kaiserschild (2084 m) und Kaiserwart (2033 m).

Es gibt ein Gipfelbuch aber kein Gipfelkreuz auf der Hohen Stang. Nicht allzuviele Besucher waren in den letzten Wochen hier.

Ich entscheide mich, den Anstiegswege abzufahren. Allerdings nur bis zum Fuß des Größenberges. Da ich noch viel Zeit zur Verfügung habe und mir von der Gipfelschau evtl. andere Ausblicke erwarte, besteige ich diesen.

Der Hang liegt in der Sonne und entsprechend patzig ist der Schnee bereits.

Hochblaser (1771 m) und Kaltmauer (1929 m).

Rückblick auf den ersten Teil des Zustiegs zur Hohen Stang.

Die Abfahrt durch diesen bewaldeten Hand war aber dank der Schneehöhe genussvoll.

Jetzt ergibt sich auch ein Blick zu Polster (1910 m) und Hochturm (2081 m). Vor allem das Wildfeld ist als große weiße Fläche zu erkennen. Die Leobnermauer (1870 m) ist nicht mehr ganz zu sehen.

Wiederum auf der Forststraße finde ich rasch zur Galleiten zurück.

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Im Anstieg ca. 800 Hm und zurückgelegte Entfernung ca. 10 km.

Senf dazu? Sehr gerne!

blog@monsieurpeter.at

Meine Quellen

Ausschnitt aus Karte 4309, Österreich digital. ©Kartografie: Kompass-Karten GmbH, Lizenz-Nr.8-0512-ILB.

Peterka (1982): Eisenerzer Alpen, AV Führer, Bergverlag Rother, München.

Zeller (2006): BergErleben Bd. 2, Eisenerzer Alpen, Hochschwab West, Verlag Gertraud Reisinger, Spielberg.

 

 


Darf’s ein bisserl mehr sein?

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Besonders Umtriebige können auch noch im Tourenbuch und der Gipfelliste stöbern oder auf der Tourenkarte herum strawanzen.