Blosen bei Regen

Stippvisite Blosen (1724 m) und sonst nix!

Nachdem einige Wochenenden in Folge verregnet waren, musste ich an diesem Wochenende – Regen hin oder her – etwas unternehmen. Ich entschied mich für eine relativ kurze Wanderung auf den Blosen bei Oppenberg. Ein unauffälliger Waldberg, welcher aber, seiner zentralen Lage wegen, viel Aussicht verspricht. Dumm von mir, dies an einem bewölkten Regentag zu erwarten. Da aber auch ein verregneter, nebeliger Tag seinen Reiz hat, war es trotzdem eine gelungene Tour.

Ausgangspunkt: das Gemeindeamt von Oppenberg

Gleich nach dem Ortsendeschild geht es links zum Gehöft Haindl und hier wieder links zum Waldrand.

Da mein botanisches Wissen selbst mit Unterstützung div. Bestimmungsbücher völlig unzureichend ist, kann ich diese Blume nicht bestimmen. (Nachtrag vom 17.5.2012 – es handelt sich um einen Alpen-Wundklee im Abblühen)

Endlich finde ich den Einstieg zum eigentlichen Steig auf den Blosen. Man muss nur den kleinen Graben zum Waldrand folgen, dann findet man an der linken Seite diese Tafel…

…und den Beginn des Steiges.

Ein guter Steig in einem Wald, der nur so nach Pilzen riecht.

Man gewinnt rasch an Höhe – überhaupt ist der ganze Anstieg auf den Blosen sehr steil.

Wenn man diese holzgeschütze Quelle erreicht, ist der härteste Teil des Anstieges vorbei. Weiter geht es durch Heidelbeersträucher über Moospölster und Wurzelstämme.

Es duftet nach Wald, Pilzen und Moos. Der Regen der vergangenen Tage begrünte den ganzen Aufstiegsweg.

Durch den verträumten Aufstieg wurde ich vom „Erscheinen“ des Gipfelkreuzes richtiggehend überrascht. Es hätte ruhig in dieser Heidelbeersträuchertonart noch weitergehen können.

Obligatorisch und unverzichtbar: Gipfelfoto

Die Wolkengebilde schauen nur bedrohlich aus. Auf der ganzen Tour fiel wenig und nur leichter Regen. Leider tat ich mir am Gipfel mit der Bestimmung der umliegenden Berge schwer.

Hier sieht man sehr gut am unteren Bildrand Lassing, dann die Erhöhung des Mitterberges (1046 m) und dahinter Liezen. Mein zweiter noch ausstehender Besuch auf den Blosen, wird bei besserer Sicht und über Lassing – Teschmitzgraben – Wasserfallboden führen.

Mangels besserer Sicht gibt es keine Rundumfotos. Obwohl einiges zu sehen sein müsste: z.B.: Hochgrößen (2115 m am 5.8.2011 bestiegen) oder die Schafzähne (1917), der Horniger Zinken (1989 m) und der Schüttkogel (2049 m).

Hödl schreibt in seinem Buch Bergerlebnis Wölzer, Rottenmanner, Triebener Tauern und Seckauer Alpen: „Herrliche Ausblicke ins Tote Gebirge (Priel, Spitzmauer usw.), in die Warscheneckgruppe, davor Nazogl/Hochangern…“

Im Anstieg ca. 670 Hm und zurückgelegte Entfernung ca. 6 km.

Senf dazu? Sehr gerne!

blog@monsieurpeter.at

Meine Quellen

Ausschnitt aus Karte 4309, Österreich digital.                          ©Kartografie: Kompass-Karten GmbH, Lizenz-Nr.8-0512-ILB.

Buchenauer (1971): Wandern in der Steiermark, Tyrolia Verlag, Innsbruck.

Buchenauer (1964): Auf einsamen Bergen, Das Bergland-Buch Verlag, Salzburg.

Frischenschlager et al. (1996): Ennstal – Vom Dachstein bis zum Gesäuse, Wanderführer, Leopold Stocker Verlag, Graz.

Hödl (2008): Bergerlebnis Wölzer, Rottenmanner, Triebener Tauern und Seckauer Alpen, Steirische Verlagsgesellschaft, Graz.

 


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