Himmeleck und Himmelkogel

Vom Jansenberger über den Bärensulsattel zum Griesmoarkogel (2009 m), Himmelkogel (2017 m), Gamsmauer (1959 m), Himmeleck (2096 m), Leistenhorn (1924 m), Silberling (1898 m) zum Leckensattel und über Leistenkarhütte und Steinbruch zurück.

Nach einer zweiwöchigen Pause und einem überstandenen Infekt will ich eine gemütliche Eingehtour in vertrauter Umgebung wandern. Dazu fahre ich wieder einmal nach Wald am Schoberpass, um das Himmeleck zu besuchen. Aber dabei wird es nicht bleiben – prächtiges Wetter und viel Spaß beim Gehen erlauben einfach eine größere Runde.

Vom Jansenberger geht es gleich direkt über die gemähte Wiese zum Waldrand unterhalb der Felsmauer. Der Blick auf diese Mauer hat ein Ablaufdatum, da auf der Rückseite bereits der Abbau dieses Bergleins betrieben wird. Ein ziemlich großer Steinbruch wird von mir beim Rückweg gequert.

Schon bald der erste Ausblick auf Gr. Schober (1895 m) rechts und Leckenkoppe links im Bild.

Nach ca. einer Stunde taucht schon die wunderschöne Beisteineralm auf. Laut Steirischer Almenführer v. Raffalt, gilt sie als eine der schönsten Hochalmen der Steiermark. Um an diesem heissen Tag die eigenen Trinkvorräte zu schonen, trinke ich auf der Hütte ein großes, kaltes Glas Holundersaft.

Blick zum Reitingstock – das Liesingtal befindet sich noch unter der Nebeldecke.

Am Weg zum Bärensulsattel Blick zu Kerschkern, Goldkogel, Lattenberg, Bärenkogel.

Der Herbst hat auf den Bergen schon Einzug gehalten. Der Bärensulsattel – links gehts zum Kerschkern und rechts zum Himmeleck.

Herbstimpressionen.

Am Bärensulsattel angekommen der erste Blick auf den Grossen Griesstein (2337 m).

Im Aufstieg zum Griesmoarkogel Rückblick auf den Kammverlauf des Kerschkerns.

Am Griesmoarkogel fällt sogleich der Himmelkogel auf. Ein Zweitausender der mit einem ca. 1 km langen Grat mit dem Himmeleck verbunden ist. Im Niederen Tauern Führer v. Holl steht: „…unschwieriger Kamm jedoch selten begangen“.

Der zweite Blick gilt dem Himmeleck –  mit 2096 m die höchste Erhebung in der Runde.

Gamskogel (2386 m), Mödringkogel (2142 m) und andere sind im Süden zu sehen.

Kl. Griesstein, Gr. Griesstein und Sonntagskogel.

Gr. Pölsenstein und die Hochheide.

Obligatorisch und unverzichtbar – das Gipfelfoto.

Licht und Wolkenspiele am Himmelkogel. Meinen Entschluss habe ich bereits gefasst. Den Himmelkogel (2017 m) und die anschließenden Erhebungen Moarkogel und Gamsmauer (1959 m) möchte ich heute auch noch besteigen.

Am Kamm zum Himmeleck gehe ich nicht bis zum Gipfel, sondern quere ca. 50 Höhenmeter unterm Gipfel auf den Verbindungsgrat Richtung Himmelkogel. Hier der Blick zurück zum Griesmoarkogel.

Hier geht es in den Griesmoargraben. Im Winter ein gekennzeichnetes Ruhegebiet.

Der letzte Aufschwung zum Gipfel, links ist der Weidezaun erkennbar – nicht ohne Grund heißt der Gipfel Himmelkogel. (Himmel und andere „positive“ Bezeichnungen meinen immer guten Weidegrund oder andere positive landwirtschaftliche Eignungen).

Fantastischer Blick in das Grünkar – der Anblick lädt zu einem sicher lohnenden Besuch auch ohne „Gipfelglück“ ein.

Blick gegen die Gehrichtung zum Himmeleck.

Gipfel erreicht: Himmelkogel (2017 m) – ein Gipfel der völlig zu Unrecht selten besucht wird.

Weiterweg zu Moarkogel und Gamsmauer. Immer unschwierig den Kamm entlang.

Am Kammweg ergeben sich aber neue Ausblicke Richtung Brandnerkogel (1786 m) und…

Triebenfeldkogel (1884 m) – ein beliebter Skiberg von der Bergerhube aus, am Bildrand unten das Moartörl…

…und der lange Kammweg zum…

…Schwarzkogel (1797 m). Gleich dahinter kann man noch den Hühnerkogel (1793 m)  und das Vötteleck (1888 m) erkennen. Laut Holl eine lohnenswerte Überschreitung – und der lange Kamm schaut auch wirklich interessant aus.

Intensives Hellgrün begleitet mich die letzten Meter zur Gamsmauer.

Obligatorisch und unverzichtbar: das Gipfelfoto. Im Hintergrund mein nächstes Ziel an diesem Tag: das Himmeleck.

Der geplante Abstiegsweg vom Himmeleck zum Leistenhorn.

Fast schon am Himmeleck angekommen, Rückschau zum Übergang Griesmoarkogel.

Obligatorisch und unverzichtbar das Gipfelfoto: Himmeleck (2096 m).

Dominiert wird diese Tour von herrlichen Ausblicken in die Ennstaler und Eisenerzer Alpen. Der Lugauer ist ein ständiger Begleiter. Den Kontrast dazu bilden die dunklen Niederen Tauern.

Unterhalb des Himmelecks kann man den anfangs erwähnten Steinbruch sehen.

Der weitere unschwierige Kammverlauf: zu sehen das Leistenhorn und der Silberling.

Wieder ein Rückblick: Himmelkogel, Moarkogel und die Gamsmauer ist nicht mehr ganz zu sehen.

Schon fast am Leistenhorn: Rückschau zu Himmeleck.

Schaut nur schwierig aus, das Leistenhorn lässt sich leicht besteigen.

Jetzt kommt der letzte Anstieg zum Silberling. Dort war ich im Winter 2009 bereits mit Skiern einmal.

Im Winter schaut es hier ganz anders aus.

Obligatorisch und unverzichtbar: Gipfelfoto Silberling (1898 m) – die alte Bezeichnung für diesen Gipfel ist Koglhorn.

Da das Gipfelbuch aus dem Jahre 2006 stammt, kann ich meinen 2009er Eintrag noch finden. Ich war der Meinung, dass diese Gipfelrunde viel öfter begangen wird. Aber ein Gipfelbuch aus 2006 spricht eine andere Sprache. Dazu kommt noch, dass viele Einträge von Skitourengehern stammen.

Jetzt geht es an den Abstieg in den Leckensattel  – sogar mit „See“.

Blick vom Leckensattel zur Leckenkoppe.

Den nicht markierten Fußweg zur Leistenkarhütte finde ich nicht, so wandere ich „wild“ mit GPS-Unterstützung.

Die Leistenkarhütte wird in div. Karten so genannt. An der Hütte selbst ist ein Schild mit der Bezeichnung „Karolinenhütte erbaut 1898“ angebracht.

Himmeleck_0153 Wieder oberhalb vom Jansenberger: Blick zum Kerschkern in der Abensonne.

Kurioses Detail am Rande: Die Liesingkapelle von ihren Betstühlen durch Straße getrennt.

Im Anstieg ca. 1150 Hm und zurückgelegte Entfernung ca. 16,5 km.

Senf dazu? Sehr gerne

blog@monsieurpeter.at

Meine Quellen

Ausschnitt aus Karte 4309, Österreich digital. ©Kartografie: Kompass-Karten GmbH, Lizenz-Nr.8-0512-ILB.

Auferbauer (2000): Bergtourenparadies Steiermark: Alle 2000er vom Dachstein bis zur Koralpe, Verlag Styria, Graz.

Buchenauer (1976): Bergwandern in der Steiermark, Tyrolia Verlag, Innsbruck.

Buchenauer (1987): Höhenwege in den Niederen Tauern, Verlag Bruckmann, München.

Hödl (1989): Bergerlebnis Steiermark, Verlag Styria,Graz.

Holl (2005): Niedere Tauern, AV-Führer, Bergverlag Rother, München.

Raffalt (2008): Steirische Almen 88 genussvolle Alm- u. Hüttenwanderungen, Verlag Styria, Graz.

 

 

 

 


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Besonders Umtriebige können auch noch im Tourenbuch und der Gipfelliste stöbern oder auf der Tourenkarte herum strawanzen.