Von den Malediven auf den Hirschkogel

Wir sind erstmals über Weihnachten und Silvester nicht im verschneiten Österreich, sondern im Indik – auf den Malediven. Nach unserer Heimkehr beschert es mir schon besondere Eindrücke, nach Haien und Mantas eine Schitour zu gehen. Um überhaupt wieder zu wissen, wie das mit der Schitour funktioniert, bietet sich der Hirschkogel im Schigebiet Forsteralm an. Traditionell zumeist meine erste Schitour im Jahr.

Zwischen diesen beiden Bildern liegen 8000 Flugkilometer. Vom ersten Parkplatz (meist nicht geräumt) geht es in leichter Steigung mit vielen Spuren Gleichgesinnter los.

Es ist sehr, sehr windig und „meinen“ Temparatursturz spüre ich enorm. Ganz zart taucht die Frage auf: Warum tue ich das?

Aber schon nach der nächsten Biegung ist es viel verträglicher.

Nach ca. 300 Metern erreiche ich die nicht präparierte Piste und steige parallel zur Sommermarkierung auf. Die Piste Bründlboden wird zumeist zuletzt in Betrieb genommen. Das verspricht noch Pulverschnee bei der Abfahrt.

Phasenweise stürmt es kräftig.

Aber so ist es ein ungewohnter, da fast einsamer Aufstieg.

Nach dem ersten Teilstück auf der Piste quere ich die Lifttrasse…

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…und komme beim Kesslerbodenlift vor der alten Amstettnerhütte an. Diese Lifttrasse quere ich ebenfalls.

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Hinter der alten Amstettnerhütte steige ich durch den Wald weiter an. Viel Schnee, eine gute Aufstiegsspur und fast kein Wind mehr – herrlich.

Hirschkogel_013Ich freue mich über diesen Winterwald. Weihnachten auf den Malediven hat seinen großen Reiz – aber so eine Winterlandschaft ebenfalls.

Hirschkogel_016Erst zweimal hatte ich in den letzten Jahren das Vergnügen, eine Spur zu legen, da sonst schon immer anderere Schitourengeher vor mir unterwegs waren.

Hirschkogel_018Hirschkogel_019Ich genieße die Stille, und auch den Wind spüre ich im Wald kein bisschen.

Jetzt ist es mit der „Wind-Stille“ vorbei – ein kurzes Stück fast ohne Wald.

Den Breitenauer Spitz und Gaflenzer Kaibling kann ich auf wenige hundert Meter fast nicht erkennen.

Wieder im Wald, steigt die Spur die letzten Höhenmeter zum Gipfelkreuz des Hirschkogels. Dieses steht wenige Meter unter der höchsten Stelle.

Hirschkogel  (1078 m), Hausberg der Amstettnerhütte und vor allem beliebter Schitourenberg im Ybbstal. Nicht weit vom Kreuz entfernt, ist auch noch der Wetterkogel mit 1111 bzw. 1115 m der höchste Berg Waidhofens.

Die Kälte lässt mich nicht lange verweilen. Etwas ungeschickt, da ungewohnt, führe ich die erforderlichen Handgriffe durch wie Felle abziehen, Bindung umstellen, Schischuhe festschnallen.

Schnell bin ich bei der Hirschkogelabfahrt und fahre danach über den Bründlboden an der neuen Amstettnerhütte vorbei, wieder zum Parkplatz.

Rückblick auf die Hirschkogelpiste.

Es liegt richtiger Pulverschnee auf der unbehandelten Piste.

Hirschkogel_034Im Anstieg ca. 435 Hm und zurückgelegte Entfernung ca. 4.7 km.

Senf dazu? Sehr gerne!

blog@monsieurpeter.at

Meine Quellen

Ausschnitt aus Karte 4309, Österreich digital. ©Kartografie: Kompass-Karten GmbH, Lizenz-Nr.8-0512-ILB.

Steffan/Tippelt (1977): Ybbstaler Alpen. AV-Führer, Bergverlag Rother, München.

 


Darf’s ein bisserl mehr sein?

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Besonders Umtriebige können auch noch im Tourenbuch und der Gipfelliste stöbern oder auf der Tourenkarte herum strawanzen.