Zum ersten Mal in den Nockbergen

Unsere Kärntenpremiere führt uns nach Bad Kleinkirchheim. Wir wollen baden und gemütlich wandern. Badewetter haben wir nicht, und zum Wandern auf 2000 m ist es auch sehr frisch. Trotzdem unternehmen wir erste Schnuppertouren mit Seilbahnunterstützung in den Nockbergen. 

Diese Beschreibung entsteht sieben Jahre nach der erlebten Tour. Somit sind manche Ereignisse in Vergessenheit geraten. Dies ist aber nicht mir, sondern einzig meinem Gedächtnis anzulasten.

Wöllaner Nock (2145 m) – Voderer Wöllaner Nock (2090 m) – Lichteben (1968 m)

Es regnet leicht, und es ist kalt. Wir wollen uns nur ein wenig umsehen, und fahren mit der Kaiserburgbahn von Bad Kleinkirchheim zur Kaiserburg auf 2039 Meter Seehöhe.

Schon bei der bewölkten Anreise über den Sölkpass und die Turracher Höhe, konnten wir keine Berge sehen, und im Talgrund ebensowenig. Auch der gestrige Besuch auf der Gerlitzen war ohne Aussicht. Umso mehr überrascht und freut uns der erste Blick zu den Nocken.

Die Bergstation steht fast am Wöllaner Nock, es sind nur wenige Meter zu gehen, und selbst diese sind für kurzhosige Urlauber zu weit.

Blick zum gekrümmten Rücken der Lichteben (1968 m).

Wir haben uns gut eingepackt und gehen über diesen wunderbaren Wiesenbuckel  zum Vorderen Wöllaner Nock weiter.

Offensichtlich konnte ich den Vorderen Wöllaner Nock (2090 m) mit geschlossenen Augen „im Abstieg“ erreichen.

Wir befinden uns weniger als zwei Kilometer süd-östlich vom geografischen Mittelpunkt Kärntens entfernt.

Windgebeutelt wandern wir zur Walderhütte (1960 m), um uns zu wärmen.

Gegenüber können wir die von uns bereits am Vortag besuchte Gerlitzen (1909 m) sehen.

Wir gehen mit schnellen Schritten über weitläufiges Almgelände zur Lichteben weiter. Der Wind gestaltet unsere kurze Runde sehr erfrischend. Wir sind heute die einzigen Wanderer, die die Einladung der Lichteben zu ihrem Besuch annehmen.

So finden wir nahe dem Seilbahntrubel vom Wind beschütze Bergeinsamkeit.

Taschentuchtest der Windgeschwindigkeit auf der Lichteben (1968 m).

Ob wir bei dieser Runde auch das nahe Pfaffeneck (2046 m) besucht haben und ob meine Bildbeschriftungen ganz korrekt sind, kann ich beim besten Willen nicht mit Sicherheit sagen.

Für uns war dies der erste Besuch eines Nockberges. Wir haben mit diesen grünen, freundliche Bergen sogleich Freundschaft geschlossen (vor allem Gabi).

Im Anstieg ca. 540 Hm und zurückgelegte Strecke ca. 9,7 km.

(Diesen Tourverlauf habe ich nachträglich eingezeichnet, es
handelt sich um keinen aufgezeichneten Track)

Senf dazu? Sehr gerne!

blog@monsieurpeter.at

Quellen

Ausschnitt aus Karte 4309, Österreich digital. ©Kartografie: Kompass-Karten GmbH, Lizenz-Nr.8-0512-ILB.

Buck (1997): Die Nockberge Natur und Kultur. Verlag Carinthia.

Buchenauer/Gallin (1976): Kärntner Wanderbuch. Tyrolia Verlag, Innsbruck.

Buchenauer (1977): Sanfte Kuppen, Schroffe Berge. Leykam Verlag, Graz.

Katschner (1989): Erlebnis Nockberge: Eines der schönsten Wandergebiete Kärntens. Leopold Stocker Verlag, Graz.

Lehofer (2003): Nockberge, Nationalpark und Gurktaler Alpen. Wanderführer, Bergverlag Rother, München.

Lehofer (2007): Kärnten: Wanderungen rund um die Kärntner Seen. Wanderführer, Bergverlag Rother, München.


Darf’s ein bisserl mehr sein?

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Besonders Umtriebige können auch noch im Tourenbuch und der Gipfelliste stöbern oder auf der Tourenkarte herum strawanzen.